Dieser Artikel entstand als Erweiterung eines Kommentars, an dieser Stelle

Dr. Helmut „Ehrenwort“ Kohl ist sich selbst im Alter nicht zu schade für seine ehemaligen(?) Unterstützer aus der Großindustrie die Werbetrommel zu rühren.

Zweifellos ist es praktisch unmöglich die Folgen von Fehlern 60-jähriger monopolorientierter Energiewirtschaft (die einfache Monopolisierbarleit der Kernenergie ist übrigens der zentrale Grund aus dem bestimmte Interessengruppen so verbissen daran festhalten) in einem Frühjahr zu beseitigen. Aber wenn nicht jetzt, wann soll denn damit angefangen werden?
Kernenergie bietet keinen einzigen Vorteil z.B. Solar- Gezeiten- oder moderner Kohlekraft gegenüber, überzieht dafür aber den gesamten Globus mit einem dichten Netz von Gefahrenquellen katastrophaler Dimension und lastet den kommenden Generationen für Jahrtausende Kosten und Gefahren auf.

Meiner Meinung nach, können nur in ihrer kognitiven Leistungsfähigkeit stark benachteiligte Menschen diese Art der Energiewirtschaft befürworten.

Und all denen, die in letzter Zeit, schön koordiniert, Artikel mit der Überschrift „Atomkraft – Ja, bitte“ geschrieben haben, sei nur diese Frage gestellt: WARUM, wenn es einem schon egal ist, wie unsere Kinder und Enkelkinder mit dem Dreck, den wir ihnen hinterlassen werden umgehen können, bauen wir nicht wenigstens Thorium-Fluorid Reaktoren, die zwar ein Potential für ernste, lokale Bodenvergiftung haben, sich aber wesentlich schneller Aus- und Einschalten lassen und rundum sicherer sind (weshalb man sie in Forschungseinrichtungen benutzt)?
Die ganze heuchlerische Rethorik, die man dieser Tage aus der „wissenschaftlichen Gemeinschaft“ zu hören bekommt, platzt an dieser Frage wie eine Seifenblase.
Und nur um nicht falsch verstanden zu werden: NEIN ich befürworte Kernenergie in KEINER Form zur großflächigen Energiegewinnung. Ich stelle lediglich die Frage: WENN man schon glaubt Atomstrom produzieren zu müssen, warum gibt man dann in Gegenwart einer um Faktoren sichereren Technologie, Zeitbomben gleichen Steinzeitsystmen den Vorzug?
Und abschließend noch eine Frage, die auch nirgendwo gestellt wird: WARUM hat niemand, der auf unserem Planeten Atomkraftwerke betreibt SPEZIALGERÄT zur Rettung bei Kernschmelzen in seinem Fuhrpark? Ich darf in Deutschland keinen freistehenden Kiosk betreiben, ohne Feuerlöscher vorzuhalten, aber wenn in Atomkraftwerken die Kernschmelze einsetzt, ist kein „Feuerlöscher“ vorhanden. Die Japaner lassen zur Zeit der Strahlung freien Lauf, weil es „zu gefährlich“ ist, in der Nähe der Kernschmelzen zu arbeiten. Klar, keine Frage. Aber ein Roboter könnte! Warum gibt es dafür keine Auflagen? Warum wird solches Gerät nicht einmal entwickelt, 57 Jahre nachdem der erste Atomreaktor an ein Stromnetz ging ( 27. Juni 1954, in Obninsk, damals UdSSR)?!

Fand gerade dieses Bild. Ziemlich auf den Punkt…

Hier gefunden

Hintergrundinformationen zur Invasion von Libyen:

USA lügen, betrügen, morden – und verlieren am Ende doch. Dann aber nachhaltig – und wir alle mit ihnen.

Analyse zur UN-Resolution: Eine umfassende Kriegsvollmacht gegen Libyen
Unbedingt lesen!

Kriegsrat in Paris: Rebellen brechen Flugverbot, Kampfflugzeug abgestürzt

EU sieht sich als Besatzungsmacht in Libyen und will Blackwater in Dienst stellen

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Wie bereits gesagt, sind die Unterschiede zwischen Japan und Deutschland, was das Totschweigen, Verheimlichen, Verniedlichen und Leugnen von Problemen betrifft, geringer als man denkt.

Scheinbar sollen jetzt auch bei uns normalerweise frei zugängliche Daten, die die Folgen der Nuklearkatastrophe in Japan betreffen, unterdrückt werden. Zumindest meldete dies wohl die „Norddeutsche Rundschau“ am 16.3.2011 (gedruckte Ausgabe), die einen Beitrag mit dem Titel „Strahlendaten bleiben geheim“ veröffentlichte und darin feststellt, daß „seit gestern“ die Wetterstationen auf Fehmarn und in Schleswig ihre Strahlenmessergebnisse nicht mehr veröffentlichen dürfen.

Wo kämen wir hin, wenn sich die Menschen selbst ein Bild von der Lage machen könnten, statt sich auf die interessengruppenoptimierte Desinformation aus den Häusern ARD/ZDF/RTL/PRO7 verlassen zu müssen!

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Ohne Worte…

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Wenn man aus Kreisen TEPCos keine Informationen erhält, dann ist man, leider, kaum noch überrascht. Haben wir uns doch längst daran gewöhnt, daß große Firmen und Konzerne über ihre schmutzige Wäsche, selbst wenn sie in unseren Gärten hängt, nichts oder überwiegend Lügen bekannt macht.

Nicht viel anders geht es uns mit Regierungen. Wer glaubt heutzutage schon noch offiziellen Bekanntmachungen der Regierungen? Wer fragt sich nicht jede Woche auf ein Neues: „Gab es da nicht etwas, daß uns die Regierung sagen sollte“? Stets zu neuen Themen, versteht sich. Die breite Öffentlichkeit hat sich offensichtllich damit abgefunden, wie die Pilze, im Dunkel gehalten und mit Mist gefüttert zu werden. Mancheiner mag sogar davon ausgehen, daß es auch besser so ist.

Doch seit den katastrophalen Reaktorunfällen in Japan, regt sich Unmut. Man möchte es dann doch schon etwas genauer wissen, schließlich geht es um die Gesundheit und das Leben von Millionen, für den Moment in Japan, doch in absehbarer Zeit für die ganze Menschheit.

Und in einer solchen Situation läuft alles wie gehabt: Schweigen, Abwiegeln, Verniedlichen und Schulterzucken. Manchmal ist es schwer, sehr schwer, Optimist zu bleiben…

Dieser Artikel ist ein Kommentar zu einem Beitrag F. Freistetters auf ScienceBlogs

In seinem Artikel versucht Freistetter uns davon zu überzeugen, daß der Eindruck, den viele von uns haben, nämlich daß die Zahl der Erdbeben in den letzten Jahren zugenommen hat, zu zerstreuen. Freistetter, seines Zeichens Astronom, also nicht gerade eine wissenschaftliche Kapazität der Erdbebenforschung, ist überzeugt, die Zahl der Beben hat in den letzten 10 Jahren nicht zugenommen.

Er führt dazu allerlei Begründungen an, denen er leider keine Belege hinzufügt. So möchte Freistetter daß wir glauben, unser Empfinden zunehmender Häufigkeit von Erdbeben sei vor allem eine Folge besser Messungen (das alt bewährte „Hurra! Die Wissenschaft machts“ Motiv) und höherer Informationsdichte in Folge der zunehmenden Verbreitung des Internets und der Aktivitäten der Massenmedien.
Der Clou soll dann aber eine Tabelle des USGS sein, die angeblich zeigt, daß die Zahl der Beben nicht zugenommen hat. Freistetter unterzog sich gar der Mühe einen eigenen Graph anzufertigen, dessen Kurve zeigen soll, daß alles bestens ist, bei den Erdbeben.

Warum der Mann, der dem Vernehmen nach zum Thema Astronomie/Chaosforschung promovierte, sich also mit Statistik bestens auskennen sollte, in dieser Kurve nur die Beben der Stärken 6.0 bis 6.9 berücksichtigt, bleibt des Doktors Geheimnis.. Denn diese Frage ist umso interessanter, als die Tabelle des USGS auch Erdbeben der Stärke 5.0 bis 5.9 auflistet, welche in etwa 10 mal häufiger sind und somit für eine Statistik die die globale Frage stellt „nahm die Häufigkeit der Erdbeben in der letzten 10 Jahre zu“ ungleich aussagekräftiger ist. Na ja, es bleibt nicht wirklich Freistetters Geheimnis, denn wenn man die gesamte Tabelle nimmt, also inklusive der häufigsten Beben, die diese Statistik ausweist, dann ergibt sich sehr wohl ein Trend: die Zahl der Erdbeben mit einer Stärker größer 5.0 nahm in den letzten 10 Jahren zu. Und nach einem solch fulminanten Faux-Paux, hat der Herr Doktor trotzdem keine Scheu, denjenigen, die diesen Trend beim Namen nennen „selektive Wahrnehmung“ zu unterstellen. Einmal mehr: Freistetter, lächerlich!

Weniger lächerlich sind die Reaktionen seiner gut eingespielten Kommentar-Entourage, die dieses kleine Problemchen, das man schon mit bloßem Auge erkennt, wenn man sich nur die 5.0-5.9 Zeile der USGS Tabelle ansieht, natürlich nicht sieht und statt dessen den selbsternannten Großmeister der Esojagd und Aufklärung feiert. Einzig ein Kommentator mit dem Pseudonym „George“ bemerkt den fatalen Fehler in Freistetters Artikel. Er schreibt:

George:
Erst mal vielen Dank für die interessante und substanzhaltige Darstellung der Fakten und Statistiken. Ich bin da ein wenig aus der Übung, doch scheint mir die Tabelle der UGSS durchaus eine Zunahme der Erdbeben aufzuzeigen. Natürlich kein linearer Anstieg…betrachtet man aber das Jahr 2007 als ‚Ausreißer‘ und ermittelt man einen summarischen, ungewichteten Trend für die Jahre 2000 bis 2010, dann deutet dieser m.E. auf eine Zunahme hin. Jedenfalls behauptet mein Excel das:)

Wenn man liest wie VORSICHTIG George seine Kritik formuliert, ein Stückchen Zucker vorweg, und sich am Ende sogar genötigt sieht, sich auf Microsoft-Excel zu berufen, kann man ahnen, wie sehr Kommentatoren aus dem akademischen Betrieb Freistetters Kommentatoren Mob fürchten, der noch immer alles und jeden erbarmungslos nieder gemacht hat, der es wagt Freistetters pseudowissenschaftliche Scheinwelt in Frage zu stellen.

Mehr zu Freistetterschen „Glanzleistungen“ in Kürze.i